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Trabant 600 combi Bj. 65

Hier nun einige Bilder vom Fortschritt meines 600er combi, Bj 65. Ich wollte ja wie weiter vorn beschrieben, gern ein Auto haben, was so alt ist wie ich. Zwischenzeitlich hatte ich einen 63iger Combi gekauft, die äusseren Unterscheide sind ja nicht so gravierend.

Während der Frühjahrsausfahrt 2015 des OSD bekam dann mein Sohn einen 65iger angeboten, der sogar in Dessau stand. Ich hab gut ein halbes Jahr gebraucht, ihm den dann abzuschwatzen. Er hatte dann mit Freunden auch schon begonnen, ihn zu zerlegen, leider nicht immer so ganz wie es sein sollte, aber naja ist ja vieles reparabel.

Ich habe ihn dann zunächst erstmal Trockeneisstrahlen lassen, einschliesslich der Pappen, um die 3-4 Schichten Farbe runterzubekommen. Danach zeigten sich noch ein paar kleinere Roststellen, die von Meisterhand repariert wurden. Jemand hatte da schon mal Blech stumpf aufgeschweisst, was mir aber nicht gefiel.

In der Wartezeit bis jetzt habe ich mich an alle mögliche Teile rangemacht. Er wird 601er Technik bekommen, also Duplexbremsen, Zweikreis, 12 Volt, EBZE, 26 PS im alten Motorgehäuse, Gleichlaufwellen, dazu müssen noch Tripodenbecher ins alte Getriebe. Hajo hat mich drauf gebracht: der 65iger hatte die nur kurz produzierten Felgen mit grossen Augen, die lagen bei einem Bauern im Hühnerstall und haben beim demontieren der Reifen und Sandstrahlen dann auch so gestunken :( Das Armaturenbrett ist aufgearbeitet, der Silberpunkttacho kommt im Winter dran, Kabelbaum ist gereinigt und instandgesetzt, der reingefrickelte Warnblinkschalter wird da gleich mit eingebunden. Der Schalter wird seinen Platz im Aschenbecher finden.

Naja, Zierleisten putzen, Interieur aufarbeiten und noch einiges anderes..

Hier nun ein paar Bilder, in ein Bild klicken, um die Dia-Show zu starten

 

Kaufzustand

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Vorbereitung...zerlegen strahlen Bestandsaufnahme

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Teile Teile Teile...teils neu und vieles wird aufgearbeitet

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parallel wird aber auch schon zusammengebaut

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Nun ist das Auto lackierfertig. Die Türen sind geschweisst und beplankt, die Stoßstangenecken ausgebeult,die Frontstoßstange und die Schürze reparaturgeschweisst. Spachteln und Schleifen will der Lackierer selber machen. Aber das leidige Farbproblem. Ich muss nicht unbedingt die exakte Originalfarbe haben, mir reicht eine annährend passende RAL-Farbe. Im Brief steht nun drin pastellgrau/türkis. Bei trabant-original wird diese Kombination ebenfalls beschrieben.Jürgen Lisse schreibt in seinem Buch jedoch von marmorweiss/türkis und ich würde behaupten, dass er auch so ausgesehen hat. Zum Glück sind im Innenraum noch Farbreste zu sehen, die nun für einen Vergleich herhalten müssen.

Ich habe mir erstmal folgende RAL-Farbtöne ausgesucht.

die Grundfarbe für das angebliche pastellgrau RAL 1013 perlweiss

die Seitenstreifen für türkis RAL 5018 pastellblau

Frontschürze und alle Teile im Motorraum, die schwarz werden müssen: RAL 9005 seidenmatt

Armaturenbrett, Handschuhfachdeckel, Blende, Radioschachtdeckel, Kopfstück,Lenksäulenhülse und Deckel für den Blinkerschalter RAL 7035 lichtgrau

Zwischenzeitlich muss ich nun anfangen, die Restteile fertig zumachen. Aluteile polieren, Fensterrahmen komplettieren, Kabelbaum fertigbauen, Getriebe umbauen Motor komplettieren. Ach ja, die Innenverkleidung ist aufzuarbeiten. Winterarbeiten halt.

Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Anhängerkupplung, denn da ich nun den passenden Heckanhänger gefunden habe, muss doch eine AHK dran.

Vielleicht hat ja jemand eine solche für mich übrig? Es sollte schon eine für den 600er vom VEB Fahrzeugwerk Olbernhau gemäss Typschein 423 sein, denn die vom 601er würde aufgrund der hinten fehlenden Stoßstange sehr weit herausragen. Letzte Möglichkeit wäre der Umbau einer AHK des 601ers.

Eine AHK ist nun da, von Fa Reissig, Typschein 1005/1, schnell noch gesandstrahlt und ebenso wie den Tank noch mit zum Lackierer. Auch ein Spiegel ist dazugekommen und stilechte Radkappen...die reichen dann auch für den Hänger.

 


23.11.2017...vom Lackierer zurück-ich bin zufrieden :)

 

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Fertig! Alle Teile dran und drin, also ab zur DEKRA. Am 18.05.2018 hat er die Abnahme mängelfrei bestanden und wurde auch am gleichen Tag zugelassen.

 

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Rund 400 km bin ich gekommen. Ein Hingucker zu jeder Zeit. Dann das unfassbare: am 05.07.2018 beim Abbiegen verlor ich die Kontrolle übers Auto und bin mit knapp 20 km/h gegen einen Ampelmast gefahren. Hier der Zeitungsbericht zum Unfall

Unten erste Unfallbilder- Ich bin erst mal in der Notaufnahme gelandet, das Auto wurde abgeschleppt. Ein Freund hat ihn sich mittlerweile angesehen und festgestellt, dass der Schaden duchaus reparabel ist. Ein passendes Mittelteil habe ich gefunden, Motorhaube, Kotflügel sind auch in Aussicht. Auch das Geweih muss getauscht werden und liegt schon da. Ebenso Tank, Armaturenbrett, Lampenringe, Hilfsrahmen und Querlenker.

Besonders froh war ich über das Lenkrad, den grauen Schaltgriff, die erst reparierte Stossstange mit Schürze. Die beiden Teile hat es am schlimmsten getroffen und es wird sicher viel Suche und Glück brauchen, wieder originale Blechteile zu bekommen.

Lüftergehäuse und Kühlluftgehäuse sind reparabel; Motor und das erst umgebaute Getriebe sind ganz geblieben.

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Nun ist wieder einige Zeit vergangen, die Suche war erfolgreich. Einen kompletten Vorderbau habe ich aufgtrieben, den benötigten Teile wurden herausgetrennt, am Fahrzeug die beschädigten Teile einschliesslich Geweih entfernt. Dann wurde gerichtet, alle Ersatzteile gestahlt und grundiert. Eine Haube und Kotflügel sind gestrahlt und werden nun auch eingepasst. Ein guter Bekannter hat mir die Blecharbeiten gemacht, so dass nun noch gespachtelt und geschliffen werden muss, damit er zum Lackierer kann.

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