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vor der Abfahrt nach Dessau

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unmittelbar nach der Ankunft in der Schrauberhalle

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mit Scheinwerfergeweih gewöhnungsbedürftig verbasteltes Armaturenbrett suspekte Elektrik verlotterter Maschinenraum

 

Der Kübel wurde zu DDR Zeiten vom Vorbesitzer meines Vorbesitzers von privat gekauft, bekam beim 1. Privatbesitzer daher den Brief und die FIN 1056506, welche zu einer Limo Bj.Oktober 1965 gehörte. Das Datum der Verheiratung von FIN und Karosse, 16.08.1982, wurde als Datum der Erstzulassung eingetragen. Das ist natürlich nicht das reale Baujahr des Fahrzeugs.

Stichpunkte für das reale Alter:
- die Bremsleitung nach hinten ist noch am Seitenschweller: wurde erst 1978 geändert
- die Karosserie hatte ursprünglich die kleine Heizung: wurde ab 01.04.1973 geändert

Daher ist davon auszugehen, dass die Karosserie von vor 1973 stammt, da die Kübel erst ab 1966 gebaut wurden, ist dieses Fahrzeug also min. 40, max. 47 Jahre alt.

Der Verkäufer hatte mir versichert, daß der Kübel bis auf einen defekten Radbremszylinder bereit zur HU wäre. Ich muss sagen, er hatte ein sonniges Gemüt! Nur ein paar Details:

ausgeräumter ESD, Gummilager der HA defekt sowie verkehrt herum montiert, Federgabel und Schwenklager hatten Spiel im cm-Bereich, Motor undicht weil nur eine Krümmermutter dran war, Tripodenbecher des Getriebes undicht, Elektrik in undefinierbarem Zustand, Hauptbremszylinder und alle Radbremsylinder Schrott (fest und/oder undicht), Bremsbeläge abgefahren, alle Silentbuchsen der Querlenker waren Schrott, Kupplung über das Verschleissmass hinausabgenutzt, Ausrücklager abelaufen und ausgebrochen

Es wurde also einmal komplett demontiert, und nach gründlicher Reinigung fanden dann alle Teile, die ich für das zweite Kübelprojekt vorbereitet hatte, ihre Heimat in diesem. Lediglich der Hilfsrahmen blieb drin. Der Motor fand nach Kupplungswechsel wieder seinen Platz, das Getriebe mit den undichten Tripodenbechern wurde gegen das Vorbereitete getauscht. Die Beschaffung der Tripodensterne hätte ich mir sparen können, denn mittlerweile verfügte ich über jede Menge Antriebswellen mit ebensolchen. Aber egal, besser man hat, als man hätte!

Ein wenig habe ich mich geärgert, dass ich das Armaturenbrett aus dem ersten Kübelprojekt nicht behalten habe. Aber ich denke, dass das Ergebnis auch nicht schlecht ist. Ohnehin ist vom originalen Forst-Kübel nicht viel übriggeblieben, er wurde scheinbar ohne grosse Sachkenntniss autogen geschweisst, dabei fielen kübeltypische Details, z.B. die Heizungsluftführung der Zusatzheizung weg. Auch die Rücklichter vom LADA 1300 (WAS 21011) sind gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie siehts doch nicht schlecht aus. Also habe ich mir dann so aufgebaut, wie er mir gefällt. Sicher werden die "Original"-Fans aufschreien.

Weitere interessante Fakten zur Produktion und Bilder zu vielen anderen Kübeln finden sich auf der Seite: trabant-technik , meiner findet sich dort unter der Nummer 155

 

zum Jahr 2013

zum Jahr 2014

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